"DENKabschöpfungen" - ein experimentelles Lese-Installations-Multimedia-Projekt

 

August-September 2014

 

 

 

Denken, vom Geistesblitz oder der Intuition bis zum systematischen, methodischen Ableiten, findet am Anfang im Verborgenen statt, im eigenen Körper, in der eigenen Hirnschale. Was passiert damit, wenn es sich mir schließlich als geformter Gedanke in der Vorstellung gegenüberstellt? Der Mund spricht aus, die Hand schreibt auf....und trifft, nachdem es damit die erste Wand überwunden hat, auf die Nächste, - das Ohr, die Aufmerksamkeit, die Aufnahmefähigkeit und das Denkvermögen des anderen. Wenn dieser Prozess an einem dieser Punkte gestört ist, ist dem Denken die Möglichkeit für Reflexion und Weiterdenken genommen. Es bleibt in der eigenen Möbiusschleife.

„... zum Glück sitze ich in einer Kiste und werde von anderen nicht gesehen. Hier kann ich lesen und glauben, es fällt nichts Peinliches auf mich zurück. Die Kiste schützt mich. Aber hört überhaupt jemand zu? Es soll schon jemand zuhören. Ist da jemand? Was geht da draußen vor sich? Ich muss ganz laut sein. Es sind Gedanken von Autoren, die ich schätze. Ich bin ihnen verpflichtet. Dafür bin ich bereit zu schwitzen...“

 

 

Außerhalb der Lesungen ist die Kiste offen. In der Tür ist ein Regal mit den Büchern der Lesungen. Wenn die Kiste aufgeklappt ist, hat jeder freien Zugang zu diesen Büchern.

 

 

Lesungen mit:

 

Benedikt Selzner

Ute Ehrenfels

Theresa Buschmann

Michel Klöfkorn

Jochanan Shelliem

Installation mit Lesekiste. 

Auf der TAUSCH art-fair in der Heynefabrik Offenbach wurden an 5 Tagen 5 verschiedene Lesungen in einer geschlossenen Kiste gehalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der letzte Tag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeichnungen aus der Kiste.

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